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Sprechstunde vom 03.09.26 – Fragen & Antworten

In dieser Studerus-Sprechstunde haben wir die wichtigsten Fragen rund um die Nebula MSP-Lizenz beantwortet. Im Fokus standen Themen wie Mandantenfähigkeit, Kundenstrukturen, Berechtigungen, Firmware-Management, Alarmierungen, Reporting und API-Anbindungen.

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist die Nebula MSP-Lizenz überhaupt?

Die Nebula MSP-Lizenz unterscheidet sich grundlegend von einer Nebula Pro-Lizenz.

Während Pro-Lizenzen einzelnen Geräten bzw. Organisationen zusätzliche Funktionen bereitstellen, richtet sich die MSP-Lizenz an den Administrator. Sie erweitert einen Benutzeraccount um zahlreiche Funktionen für die zentrale Verwaltung mehrerer Kundenorganisationen.

Besonders interessant wird die MSP-Lizenz, sobald mehrere Kundenumgebungen verwaltet werden müssen.

Kann ich mehrere Kunden zentral verwalten?

Ja.

Genau dafür wurde die MSP-Lizenz entwickelt. Mehrere Kundenorganisationen lassen sich zentral in einer Oberfläche verwalten. Besonders hilfreich sind dabei:

  • Zentrale Übersicht über alle Kundenorganisationen
  • Kundenübergreifende Lizenzverwaltung
  • Gemeinsame Benutzer- und Rechteverwaltung
  • Firmware-Management über mehrere Organisationen hinweg
  • Alarmierungs- und Reportingfunktionen

Ein grosser Vorteil: Abläufe, die sonst in jeder Organisation einzeln durchgeführt werden müssten, können zentral gesteuert werden.

Wie behalte ich den Überblick über auslaufende Lizenzen?

Genau hier spielt die MSP-Lizenz ihre Stärken aus.

Administratoren sehen organisationsübergreifend:

  • Welche Lizenzen bald ablaufen
  • Welche Geräte betroffen sind
  • In welcher Organisation sich die Geräte befinden
  • Welche Lizenzen aktuell ungenutzt sind

Zusätzlich versendet Nebula automatische Erinnerungen per E-Mail, bevor Lizenzen auslaufen. Dadurch sinkt das Risiko, dass Kunden unbeabsichtigt auf den Funktionsumfang der kostenlosen Version zurückfallen. 

Wie sollte die Kundenstruktur aufgebaut werden?

Die klare Empfehlung lautet: Ein Kunde = eine Organisation

Davon sollte möglichst nicht abgewichen werden.

Der Grund dafür liegt vor allem in der Lizenzierung und Verwaltung. Werden mehrere Kunden in einer gemeinsamen Organisation geführt, entstehen schnell Einschränkungen und unnötige Komplexität.

Falls Kunden bereits anders aufgebaut wurden, können bestehende Standorte mit der MSP-Lizenz später in neue Organisationen verschoben werden.

Wer soll die Organisation erstellen?

Auch hier fiel die Empfehlung eindeutig aus: Administratoren sollten möglichst alle Kundenorganisationen mit ihrer eigenen Nebula-Adresse erstellen und verwalten.

Benötigt ein Endkunde später Zugriff auf seine Umgebung, kann dieser problemlos als Administrator oder Leser hinzugefügt werden.

Dadurch bleiben sämtliche Kundenumgebungen zentral unter einem MSP-Konto verwaltbar.

Können bestehende Kundenorganisationen in eine MSP-Struktur übernommen werden?

Ja.

Bereits vorhandene Nebula-Organisationen lassen sich nachträglich einer MSP-Umgebung zuordnen.

Dadurch können auch bestehende Kunden schrittweise in eine zentrale MSP-Verwaltung integriert werden, ohne dass die komplette Umgebung neu aufgebaut werden muss.

Wie lassen sich Rechte und Zugriffe verwalten?

Die MSP-Lizenz bietet hier sehr flexible Möglichkeiten.

Administratoren können:

  • Technikergruppen erstellen
  • Kunden Zugriffsrechte zuweisen
  • Lese- und Schreibrechte unterscheiden
  • Rechte auf Organisations- oder Standortebene vergeben
  • Nachvollziehen, wer Änderungen durchgeführt hat

Besonders in grösseren MSP-Umgebungen erleichtert dies die Administration erheblich.

Kann ich nachvollziehen, welcher Techniker Änderungen vorgenommen hat?

Ja.

Über die Änderungsprotokolle kann detailliert nachvollzogen werden:

  • Wer eine Änderung vorgenommen hat
  • Wann diese erfolgt ist
  • Welche Einstellungen geändert wurden

Damit werden Fehlersuche und Nachvollziehbarkeit deutlich vereinfacht.

Können Konfigurationsvorlagen zentral ausgerollt werden?

Teilweise bereits heute. Noch mehr Möglichkeiten folgen in den kommenden Monaten.

Aktuell können Konfigurationsvorlagen innerhalb einer Organisation erstellt und auf verschiedene Standorte verteilt werden.

Das ist besonders hilfreich für:

  • Filialbetriebe
  • Standardisierte WLAN-Konfigurationen
  • Wiederkehrende Netzwerkkonzepte

Änderungen müssen nur einmal im Template vorgenommen werden und werden automatisch auf die angebundenen Standorte übertragen.

Wie können Geräte ohne Vor-Ort-Einsatz installiert werden?

Nebula unterstützt das sogenannte Zero-Touch-Deployment.

Geräte können bereits vor der Auslieferung einer Organisation zugeordnet und vorkonfiguriert werden.

Sobald das Gerät beim Kunden Internetzugang erhält, verbindet es sich automatisch mit Nebula und übernimmt die vorbereitete Konfiguration.

Für MSPs bedeutet dies deutlich weniger Vor-Ort-Einsätze und einen effizienteren Rollout neuer Kundenumgebungen.

Können Firmware-Updates zentral geplant werden?

Ja.

Über die MSP-Umgebung lassen sich Firmware-Updates organisationsübergreifend überwachen und ausrollen.

Administratoren sehen auf einen Blick:

  • Verfügbare Updates
  • Veraltete Firmware-Versionen
  • Kritische Geräte
  • Geplante Update-Jobs

Updates können sofort oder zu einem definierten Zeitpunkt ausgeführt werden.

Wie erkenne ich Probleme, bevor der Kunde anruft?

Ein zentraler Bestandteil von Managed Services ist die proaktive Überwachung.

Mit Nebula können zahlreiche Alarmierungen eingerichtet werden, beispielsweise für:

  • Offline-Geräte
  • Verbindungsprobleme
  • WLAN-Störungen
  • Hardwarefehler
  • Temperaturwarnungen
  • Sicherheitsereignisse

Benachrichtigungen können per E-Mail oder Push-Mitteilung versendet werden.

Damit wird ein reaktiver Support zunehmend durch proaktive Betreuung ersetzt.

Können Kunden automatische Reports erhalten?

Ja.

Mit Secure Reporter lassen sich detaillierte Berichte erstellen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Sicherheitsereignisse
  • Bedrohungsanalysen
  • Netzwerknutzung
  • DNS-Filterstatistiken
  • UTM-Aktivitäten

Die Berichte können automatisch erstellt und regelmässig an Kunden versendet werden. Damit werden Managed Security Services für Kunden sichtbar und nachvollziehbar gemacht.

Gibt es eine API für eigene Integrationen?

Ja.

Nebula stellt eine umfangreiche API zur Verfügung.

Diese kann beispielsweise genutzt werden für:

  • ERP-Anbindungen
  • Automatisierte Inventarisierung
  • Kundenportale
  • Lizenzverwaltung
  • Individuelle MSP-Dashboards

Gerade für MSPs ergeben sich dadurch interessante Möglichkeiten zur Automatisierung von wiederkehrenden Prozessen.

Fazit

Die Nebula MSP-Lizenz bietet deutlich mehr als eine zentrale Übersicht über mehrere Kunden.

Sie unterstützt MSPs dabei,

  • Kunden effizienter zu verwalten
  • Firmware zentral auszurollen
  • Lizenzen zu überwachen
  • Störungen frühzeitig zu erkennen
  • Security Reports bereitzustellen
  • Abläufe über APIs zu automatisieren

Wer mehrere Kundenumgebungen betreut oder Managed Services aufbauen möchte, erhält mit Nebula MSP zahlreiche Werkzeuge, um die Administration zu vereinfachen und gleichzeitig die Servicequalität zu erhöhen.

 

Vielen Dank an alle Teilnehmer für die zahlreichen Fragen. Wenn Sie weitere Fragen haben, die hier noch nicht beantwortet wurden, kontaktieren Sie uns resp. buchen Sie gerne einen 1:1-Termin mit uns.

Die nächste Sprechstunde findet am 19. November zu einem sehr begehrten Thema, nämlich "WLAN professionell planen und Praxis-Troubleshooting statt. Sie können sich hier bereits anmelden.