In unserer aktuellen Nebula-Sprechstunde haben unsere Kunden wieder zahlreiche Fragen eingereicht. Im Fokus standen dieses Mal Lizenzierung, zentrale Verwaltung, Monitoring, Datenschutz, Fehlersuche sowie die zukünftige Rolle von KI in Nebula.
Die Antworten haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.
Die kostenlose Nebula-Version deckt bereits viele Anforderungen ab. Für kleinere Installationen oder Kunden, die lediglich Standardfunktionen wie WLAN mit Pre-Shared Key nutzen möchten, reicht die kostenlose Variante oft aus.
Eine Pro-Lizenz lohnt sich insbesondere dann, wenn:
Monitoring und proaktive Überwachung angeboten werden sollen
Service Level Agreements (SLA) eingehalten werden müssen
erweiterte Analyse- und Reporting-Funktionen benötigt werden
Cloud Authentication mit mehr als 50 Benutzern eingesetzt wird
Entra ID für die Authentifizierung verwendet werden soll
Viele Pro-Funktionen sind direkt im Nebula-Portal mit einem Diamant-Symbol gekennzeichnet. ,
Bei Nebula gilt: Sobald eine Pro-Funktion genutzt wird, benötigt jedes Gerät innerhalb der Organisation eine entsprechende Pro-Lizenz.
Vor dem Ablauf einer Lizenz informiert Nebula frühzeitig. Zusätzlich besteht eine Kulanzfrist von zwei Wochen.
Praktisch ist dabei, dass dieselbe Pro-Lizenz für sämtliche unterstützten Geräte verwendet wird – unabhängig davon, ob es sich um WLAN, Switches oder Firewalls handelt.
Die zentrale Kundenverwaltung ist eines der Kernkonzepte von Nebula. Jeder Kunde wird als eigene Organisation angelegt. Dadurch bleiben sämtliche Konfigurationen, Geräte und Berechtigungen sauber voneinander getrennt.
Unser Tipp: Ein Kunde = eine Organisation
Es empfiehlt sich nicht, mehrere Kunden innerhalb derselben Organisation als einzelne Standorte abzubilden.
Innerhalb einer Organisation können anschliessend mehrere Standorte (Sites) verwaltet werden, beispielsweise Filialen oder Niederlassungen.
Für diese Anforderung gibt es die MSP-Lizenz. Damit stehen organisationsübergreifende Verwaltungsfunktionen zur Verfügung.
Über den Bereich «Firmware Upgrade» können Administratoren:
Geräte mit verfügbaren Updates filtern
mehrere Geräte gleichzeitig auswählen
Updates sofort auslösen
Updates zeitgesteuert planen
zwischen «Latest» und «Stable» wählen
Stable
von Zyxel empfohlen
ausführlich getestet
Fokus auf Stabilität und Zuverlässigkeit
Latest
aktuellste veröffentlichte Version
enthält neue Funktionen und Fehlerbehebungen
kann neuer sein als die Stable-Version
Ja. Nebula bietet eine sehr granulare Benutzer- und Rechteverwaltung. Administratoren können für einzelne Organisationen oder Standorte unterschiedliche Rollen vergeben.
Zur Verfügung stehen unter anderem:
Read Only
Monitor Only
Installer
Guest Ambassador
Dadurch können Endkunden oder externe Dienstleister exakt die Berechtigungen erhalten, die sie benötigen.
Die gute Nachricht: Die Netzwerkinfrastruktur läuft grundsätzlich weiter.
Der Grund dafür ist, dass die Konfiguration lokal auf den Geräten gespeichert wird. Nebula dient primär dazu, Konfigurationen zu verteilen und zu verwalten.
Folgende Dienste funktionieren auch ohne Cloud weiter:
WLAN mit Pre-Shared Keys
Firewalls inklusive UTM-Funktionen
Switches
lokale Netzwerkkonfiguration
Einschränkungen gibt es lediglich bei Funktionen, die aktiv auf Cloud-Dienste zugreifen müssen, beispielsweise Cloud Authentication.
Nebula wird auf AWS in Irland betrieben. Damit unterliegt die Plattform den europäischen Datenschutzvorgaben.
Zusätzlich sind die Verbindungen zwischen Geräten und Nebula verschlüsselt.
Für den Schutz des Zugangs empfiehlt Zyxel ausdrücklich den Einsatz von:
Multi-Faktor-Authentifizierung
Passkeys
Microsoft Entra ID
Nebula wurde Ende 2016 eingeführt und ist heute die strategische Plattform von Zyxel. Alle aktuellen Produkte werden konsequent auf Nebula ausgerichtet.
Nebula ist die zentrale Entwicklungsplattform mit den meisten Ressourcen und wird auch künftig der Mittelpunkt des Zyxel-Ökosystems bleiben.
Nebula bietet zahlreiche Analyse- und Monitoring-Werkzeuge. Besonders hilfreich sind:
Wireless Health
Hier werden Access Points und Clients automatisch überwacht und bewertet. Auffälligkeiten werden direkt sichtbar dargestellt. ,
WiFi Aid
WiFi Aid hilft bei der Ursachenanalyse und zeigt beispielsweise:
WLAN-Anmeldeprobleme
DHCP-Probleme
DNS-Probleme
Connection Log
Das Connection Log liefert detaillierte Informationen über Verbindungsversuche und Netzwerkereignisse.
Event Log
Das Event Log zeichnet Netzwerkereignisse auf und kann für weitere Analysen exportiert werden. Die exportierten Daten lassen sich anschliessend auch mit KI-Tools auswerten.
Eine Offline-Meldung entsteht dann, wenn die Kommunikation zwischen Gerät und Nebula-Cloud unterbrochen wird.
Typische Ursachen können sein:
temporäre Internetunterbrüche
DNS-Probleme
Verbindungsprobleme des Geräts zur Nebula-Cloud
Bei Switches ist häufig eine fehlerhafte DNS-Auflösung verantwortlich.
Falls solche Meldungen regelmässig auftreten, empfiehlt sich eine detaillierte Analyse mit dem Support.
Nahezu.
Nach Einschätzung der Referenten werden heute rund 97 bis 98 Prozent aller Funktionen über Nebula abgedeckt.
Gerade bei WLAN-Funktionen erscheinen neue Funktionen häufig zuerst in Nebula.
Die aktuellen H-Serie-Firewalls arbeiten zudem hybrid. Änderungen können sowohl lokal als auch über Nebula vorgenommen werden und werden automatisch synchronisiert.
Ein besonders spannender Teil der Diskussion drehte sich um KI.
Zyxel verfolgt das Ziel, Nebula künftig mit KI-Agenten zu erweitern. Diese sollen nicht nur Probleme erkennen, sondern auch selbständig analysieren und Lösungsvorschläge umsetzen können.
Geplant sind unter anderem:
KI-gestützte Planung und Design
intelligentes Monitoring
automatische Optimierung von Konfigurationen
automatisierte Reaktionen auf Vorfälle
Hierfür eignet sich insbesondere der Secure Reporter. Er analysiert sicherheitsrelevante Ereignisse und nutzt bereits heute KI-Unterstützung zur Auswertung von Sicherheitsdaten.
Der integrierte Secure Pilot ermöglicht Abfragen in natürlicher Sprache und hilft bei der Analyse von:
verdächtigem Netzwerkverkehr
IP-Reputationsmeldungen
Sicherheitsereignissen
Angriffsmustern
Zusätzlich können Administratoren automatische Benachrichtigungen konfigurieren, sobald sicherheitsrelevante Ereignisse erkannt werden.
Vielen Dank an alle Teilnehmer für die zahlreichen Fragen. Die nächste Nebula-Sprechstunde findet nach der Sommerpause am 3. September zu einem sehr begehrten Thema, nämlich "Managed Services mit Nebula" statt.
Haben Sie weitere Fragen zu Nebula? Unser Team unterstützt Sie gerne.